Propolis (Bienenkittharz)

 

 


Wird auch Bienenkittharz genannt. Es wird von harzigen Blattknospen (z.B.  Roßkastanie, Kirsche, Weiden, Pappeln, Erlen, Apfel, und Nadelbäum) unter größten Anstrengungen abgeschabt. Möglich ist dies erst bei Oberflächentemperaturen jenseits der 20°C. Weitere Harzspender sind für die Bienen die Harzflüsse verletzer Bäume.

Die Bäume schützen mit Hilfe der Harzüberzüge ihre Blatt- und Blütenknospen vor Nässe und Fäulniss und sind etwas temperaturausgleichend.

Nachdem das Harz eingesammlt ist, vermengen die Arbeiterinnen diese Harze mit Stoffen aus ihren Speicheldrüsen und fügen zusätzlich Bienenwachs und Pollen hinzu. Das fertige Produkt hat je nach Herkunft der Ausgangsstoffe eine hellbraune bis fast schwarze Farbe und wird (Bienen)kittharz oder auch Propolis genannt.

 

Jedes kleine Löchlein, jede Ritze, alle was sich im Bienenstock befindet, erhält hiermit einen feinen Überzug. Im Bienenstock wirkt Propolis abdichtend, feuchtigkeitsregulierend und vor allen anderen Dingen desinfzierend! Es ist stark antibiotisch, hat aber auch pilzhemmende und antivirale Eigenschaften.  Es gilt derzeit als das stärkste natürliche Antibiotikum.  Wie bereits beschrieben, besteht Propolis aus vielen verschiedenen Einzelsubstanzen in wechselnder Zusammensetzung, dadurch wird (zumindestens im Bienenstock) eine Resistenzbildung von Keimen ausgeschlossen.

 

Seit tausenden von Jahren wurde es (allein und gemeinsam mit den anderen Bienenprodukten) auf verschiedene Art und Weise in der Humanmedizin eingesetzt. Im westlichen Europa wurden diese Anwendungen durch die modernen Pharmaprodukte verdrängt. Lediglich die Alternativmedizin und natürlich die Imker verwenden nach wie vor Propolis.

 

Wer mehr wissen möchte wird fündig bei den Apitherapiegesellschaften. Ein excellente Ausarbeitung über Propolis ist hier zu finden.